[Rezension] Magica - Quelle der Macht von Saskia Stanner




Preis: 12,90 €

Einband: Taschenbuch

Seitenanzahl: 272

Altersempfehlung: ab 14

Meine Wertung: 5 Schmetterlinge

Reihe: Magica #1

Verlag: Eisermann Verlag

Will ich kaufen!






März 1645: Den neuen Lord in einer Vision zu sehen, wäre für eine Hexe wie Kristy ganz normal. Wenn diese ihn jedoch vierhundert Jahre in der Zukunft zeigt, stellt sich die Frage nach ihrem Sinn.
Auf der Suche nach Antworten kommt Kristy dem Lord Jonathan of Devon immer näher. Schnell wird ihr bewusst, dass sie sich eigentlich von ihm fernhalten sollte, statt Gefühle für ihn zu entwickeln.
Dann aber wird ein Hexenjäger auf sie aufmerksam und Kristy muss sich entscheiden: Wird sie dem Jäger selbst gegenübertreten oder sich von Jonathan schützen lassen – denn schließlich ist er das gefährlichste Wesen ihrer Zeit?
(Quelle und Bildcopyright liegen beim Eisermann Verlag)



Das Cover ist sehr dunkel gehalten. Überall sieht man die Funken vor einem sehr düsteren Hintergrund, der klasse zu dem historischen Setting passt. Über dem Titel, der sich in der Mitte befindet, sieht man einen Teil des Gesichtes der Protagonistin und ihre rote Haare. Ich finde, das Cover trifft die Stimmung des Buches einfach perfekt und bin auch ein riesiger Fan des Covers allgemein.


Schreibstil:


Ich gebe zu: Das hier ist mein erster Roman von Saskia Stanner, die bereits als Wattpad-Autorin bekannt ist, aber es wird mit Sicherheit nicht der letzte Roman von ihr sein, den ich lese. Interessant ist bei »Magica«, dass das Buch drei verschiedene Sichten bedient. Wir haben die Hauptsicht von Kristy, immer wieder Szenen aus der Vergangenheit, die aus Jonathans Sicht erzählt sind und ab und zu Tagebucheinträge einer dritten, unbekannten Person. Mal ganz davon abgesehen, dass jede Sicht durch eine andere Schriftart abgegrenzt ist, bemerkt man es auch am Schreibstil. Saskia hat absolut keine Probleme damit, sich in eine Figur hineinzuversetzen und den Leser mitzureißen. Ihr Schreibstil ist darüber hinaus sehr angenehm und leicht zu lesen, so dass der Einstieg in die Geschichte nicht schwerfällt. Auch für nicht-historische Leser wie mich.

Handlung:


Wie schon gesagt: Eigentlich lese ich keine historischen Romane, aber nachdem Saskia sogar schon drei von mir gelesen hat, musste ich dringend aufholen – und ich bereue, es nicht schon eher getan zu haben. Die Handlung spielt zwar im Jahre 1645 und man merkt es auch anhand der Verhaltsweisen, der Kleidung usw. aber die Geschichte, die sie erzählt, ist einfach wunderbar.

Es geht um Kristy, eine junge Hexe mit unglaublich starken Kräften, die in einer Vision Jonathan sieht, einen Vampir, dem sie unweigerlich näherkommt. Während die beiden sich ineinander verlieben, ist aber gleichzeitig auch ein Hexenjäger auf dem Weg zu ihnen und damit kann das Abenteuer auch schon losgehen.

Ich weiß, das hört sich jetzt simpel an, ist es aber nicht! Wir verfolgen hiermit drei Handlungsstränge. Einmal den aus der Vergangenheit, der immer weiter in die damalige Gegenwart geführt wird, dann das Zeitgeschehen der Haupthandlung und durch einen dritten Strang auch noch das Geschehen von einer unbekannten Person, deren Identität erst später enthüllt wird.

Vor allem das Thema der Hexenverfolgung, die damals an der Tagesordnung stand, hat Saskia wirklich gut umgesetzt, auch wenn es mir stellenweise zu detailliert war und ich wirklich Angst um meine Lieblinge hatte. Die Verknüpfung zu den Vampiren ist ebenfalls gut gelungen, weil so beide Familien noch mal verschiedene Backgrounds haben und die Tragik dazwischen noch einmal erhöht wird.

Und das Ende erst! Saskia, nein! Einfach nur nein! Ich habe tatsächlich geweint, obwohl ich wusste, was passieren muss und unweigerlich auch passieren wird. Legt euch also Taschentücher beiseite. Und hofft, dass Band 2 schnell erscheint. Vor allem nach diesem Ende werdet ihr ihn brauchen.

Charaktere:


Kristy habe ich als Protagonistin als sehr angenehm empfunden. Sie ist klug und mutig, aber auch höflich und bescheiden. Es macht Spaß, ihre Geschichte zu verfolgen, weil sie so ist, wie sie ist. Darüber hinaus hat mir an ihr gefallen, dass sie nicht so perfekt ist. Auch sie hat Angst und weiß manchmal nicht weiter. Sie macht Fehler und steht dazu. Bewundernswert, wie ich finde.

Jonathan ist ein etwas komplexerer Charakter. Um seine Familie zu retten, lässt er sie und sich selbst in Vampire verwandeln, ist aber immer darauf bedacht, niemanden zu verletzen. Auch er ist höflich und extrem romantisch. Er kümmert sich um seine Familie und ja, ich glaube, ich habe einen neuen Bookboyfriend – auch wenn Saskia sagt, dass ich ihn nicht anlecken darf. ☹


»Magica – Quelle der Macht« sollte man auf jeden Fall auf dem Schirm haben. Sympathische Charaktere und eine Handlung, die mal nicht dem Mainstream entspricht macht das Lesen zu einem echten Erlebnis.


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